GEZ-Befreiung: Mit diesen Tipps kannst Du dir die Rundfunkgebühren sparen!

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk bietet in Deutschland allen Bürgern ein umfangreiches Angebot an Fernseh- und Radiosendungen. Allerdings wird dadurch auch der verpflichtende GEZ-Beitrag zu einem leidlichen Thema für Verbraucher. Unabhängig davon, ob man den öffentlichen Rundfunk auch tatsächlich nutzt, wird man automatisch monatlich zur Kasse gebeten. Glücklicherweise kann man sich unter bestimmten Voraussetzungen von der Gebühr befreien lassen. Für wen das gilt und was es dabei zu beachten gilt, erklären wir Euch im Folgenden.

Wer muss GEZ zahlen?

Da es sich beim deutschen Rundfunk um ein solidarisches System handelt, ist zunächst einmal jeder Haushalt gleichermaßen zur Zahlung verpflichtet. Dies gilt auch unabhängig vom Besitz von Geräten. Selbst Haushalte, die weder Fernseher noch Radios besitzen, müssen die GEZ-Gebühr tragen. Dabei wird ein Haushalt beitragspflichtig, sobald eine Wohnung beim Einwohnermeldeamt als Wohnsitz gemeldet wird. Ob und wie viele Personen sich diesen Haushalt teilen und ob sie als Familie oder als Wohngemeinschaft zusammenleben, ist dabei nicht relevant. Die Beitragspflicht für diese Wohnung endet erst mit dem Umzug und der offiziellen Abmeldung.

Wie hoch ist der Beitrag?

Der volle Rundfunkbeitrag beträgt pro Haushalt 17,50 Euro monatlich. Das klingt zunächst nach wenig, summiert sich aber auf 210 Euro pro Jahr. Insofern kannst Du einiges sparen, wenn Du eine Befreiung geltend machen kannst.

Was passiert, wenn ich einfach nicht zahle?

Den Gebührenbescheid zu ignorieren und einfach nicht zu zahlen, kann deutliche Konsequenzen nach sich ziehen. Nach Erhalt des Bescheides sollte man entweder zahlen oder Widerspruch einlegen. Anderenfalls werden Mahnung eintrudeln, es kann auch ein Ordnungsgeld auferlegt werden und schlimmstenfalls können sogar Pfändungen und Beugehaft angeordnet werden. Insofern sollte man auf den Bescheid unbedingt reagieren und sei es mit einem Widerspruch.

Wer kann sich befreien lassen?

Folgende Personen sind berechtigt, sich von der GEZ-Gebühr befreien zu lassen:

Empfänger von ALG I gelten nicht als anspruchsberechtigt für eine Befreiung. Sie können aber befreit werden, wenn Sie ergänzend ALG II erhalten.

Innerhalb einer Wohnung kann sich eine Befreiung unter bestimmten Bedingungen auch auf Partner, Kinder und Mitbewohner erstrecken. Sollte allerdings auch nur eine Person pro Haushalt beitragspflichtig sein, so wird der volle Betrag fällig. Welche Bedingungen genau erfüllt sein müssen, kannst Du hier nachlesen.

Wie bekomme ich eine Befreiung?

Wenn man zum Personenkreis gehört, die eine Befreiung von den Rundfunkgebühren geltend machen können, kann man diese Befreiung auf der Seite des Beitragsservices online beantragen. Dort werden die entsprechenden Formulare zur Verfügung gestellt, die dann ausgefüllt und zusammen mit Kopien der geforderten Nachweise an den Beitragsservice geschickt werden.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Eine Befreiung gilt nicht nur ab dem Zeitpunkt der Beantragung, sondern kann darüber hinaus sogar bis zu drei Jahre rückwirkend geltend gemacht werden, wenn Du schon seit längerem einen Anspruch darauf hast. Insofern solltest Du nicht zögern, denn der Antrag auf eine Befreiung ist kostenlos und kann sich lohnen!